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Joël Dicker, „Die Affäre Alaska Sanders“

Ernie hatte recht. Nachdem ich zu Mittag gegessen hatte, konnte ich es nicht lassen, noch nach Goose Cove zu pilgern. Ich lief ein paar Schritte am Strand unterhalb von Harrys Haus entlang, bevor ich mich auf einen großen Felsen setzte und den Ort auf mich wirken ließ.

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Anne Berest, „Die Postkarte“

An jenem Tag im Juni 1929 sucht Emma nach ihren Töchtern, denn sie will ihnen die Nachricht selbst überbringen. Sie sieht sie in der Ferne, wie zwei kleine Schwebebalken-Turnerinnen laufen sie hintereinander her über das weiße Lehmmäuerchen, das das Wunderwasser des See Genezareth umleitet.

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Maria Borrély, „Mistral“

Eine Sache nach der anderen ging ihr durch den Kopf. Es glitt und glitt vorbei, wie kleine Stängel, Halme, Gräser auf dem Wasser, die nach dem Gewitter im Bach treiben.
Die Luft ist ruhig. Aus dem Kornfeld hört man ab und zu, wie aus dem Felsen perlend, den Ruf der Wachtel: Wittwiwitt! Wittwiwitt!
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Ja, das ist ein Orientierungsschild

Wer mich kennt, der weiß: Orientierung ist nicht meine Stärke. Autofahren auch nicht. Autofahren und mich dabei orientieren müssen: wirklich gar nicht. Die Turiner Verkehrsführung jedoch spottet auch für Normalsterbliche jeder Beschreibung. Ein Wahnsinniger muss sie sich ausgedacht haben. Selbst Einheimische geben das zu, allerdings erst nachdem man einige unwiderlegbare Beweise angebracht hat. Siehe oben.

La grande bellezza

Am Supermarkt um die Ecke ist die Globalisierung überraschend spurlos vorbeigegangen. Kein Philadelphia-Frischkäse, sondern Stracchino, Oliven kosten die Hälfte, Sonnenblumenkerne das doppelte wie in Deutschland. Das Babynahrungsregal, das wir für den Enkelbesuch ansteuern, enthält nur eine Sorte „irgendein Obst mit irgendwelchem Getreide“, das zu besorgen uns aufgetragen wurde, dafür püriertes Kaninchen-, Hasen-, Wachtel-, Pferde-, Truthahn-, Ochsen-, Kalbs-, Lamm- und Wasweißichnoch-Fleisch. Am meisten aber staune ich über die Klopapier-Varianten, die allesamt mit Attributen wie „schön“ oder „modisch“ beworben werden. Hach, Italien, la grande bellezza!

L’imbarchino

Mitten in der Stadt, im Parco del Valentino: die Café-Bar Imbarchino, ehemalige Bootsanlegestelle mit Arbeitsplätzen, W-lan, Blütenduft, dem regelmäßigen, sachten Klatschen vorbeigleitender Ruderboote auf dem glitzernden grünen Fluss. Schöner geht’s kaum.

Leïla Slimani, „Schaut, wie wir tanzen“

Die Arbeiter betraten den Garten und kennzeichneten mit Pflöcken, die sie in den Boden trieben, ein Rechteck von zwanzig mal fünf Metern. Sie achteten darauf, die Blumen nicht mit ihren Gummistiefeln zu zertrampeln, und diese rührende, aber nutzlose Aufmerksamkeit ging Mathilde zu Herzen.

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